Geile tastatur

Soft- und Hardware-bezogene Diskussion.
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Brett
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Beitrag von Brett » Fr Mär 23, 2018 2:55 pm

Unter diesen Umständen ist u. a. das Aufzwicken von Sekretärinnen nur noch sehr schwer möglich.

Na dann Kopf hoch. Ich wär gern nochmal so jung wie du! :cat:
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mastastefant
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Beitrag von mastastefant » Sa Mär 31, 2018 11:52 am

Sessel mit verstellbaren Armlehnen finde ich sind sehr wichtig .. ein kleines Detail, besonders wenn er nur drunter passt wenn man draufsitzt und stecken bleibt wenn man aufsteht ;)

Bei Tastatur und Maus finde ich sind die Druckpunkte/Taster und Ergonomie für die Handhaltung extrem wichtig, viel mehr als wo genau die Tasten sind.. zumindest bei mir ist das der Fall.

Auf diesen modernen Billigsdorfer Kaugummi-Tastaturen bekomm ich alle Zustände. Schnell und präzise tippen ist sowieso unmöglich mit den flachen Tasten, und ohne Druckpunkt finde ich haut man mehr drauf als mit, damit man eh ja die Taste erwischt. Kommt aber extrem auf das Modell an. Auf meinem Arbeits-HP-Laptop kann ich einfach nicht tippen, ich nehm mir auf Reisen immer eine USB Tastatur mit, ich erwisch die Tasten einfach nicht sicher, besonders Cursor, Sondertasten, .. aber auch Passwörter werden zum Glücksspiel.

Beim Saturn mal div. auch teurere High-End Tastaturen von Microsoft und Logitech und Co ausprobiert: WI-DER-LICH! Wie kann man auf so was tippen wollen?? Am besten fand ich ich dann letztlich die billigere Logitech K270 Tastatur, nicht ganz 100%, aber immer noch viel angenehmer für mich als alles andere, weil definierteren Druckpunkt. Vielleicht auf Dauer für eine Arbeitstastatur etwas zu schwergängig, aber für Zuhause vollkommen ausreichend.
Dann mal Gaming Tastaturen ausprobiert: Die Logitech und auch die Silent Razor Tastaturen, genau der selbe Murks, fühlt sich an als ist alles voller Kaugummi, schwergängig, ungenau, ... Dann mal die Razor mit den guten alten grünen Klicky Tasten ausprobiert: Augenöffner ;) So wie die gute alte IBM 5kg Tastatur, nicht ganz soo laut aber man fühlt man hat ein ordentliches Industriegerät unter den Fingern, und es fühlt sich viel viel besser an. Die Arbeitskollegen im Zimmer würden damit allerdings keine Freude haben ;) Wie es allerdings im Langzeitgebrauch sich bemerkbar macht, sieht man halt erst nach ein paar Tagen oder gar Wochen...

Bei Mäusen ist es bei mir noch extremer: auf manchen Mäusen bekomm ich innerhalb Sekunden oder Minuten Schmerzen beim Klicken, bei anderen überhaupt nichts. Hat aber nichts mit Preis oder Ergonomie zu tun. Die teure, große Logitech Bluetooth Maus konnte ich irgendwann einfach nicht mehr verwenden. Hab mir dann die Logitech Performance MX zugelegt, eine eher große, hohe Maus, auf der hab ich gar keine Probleme. Ebenso auf den Standard 10€ Dell oder HP Laptopmäusen im Büro, oder bei der Razor Naga Gaming Maus. Bei anderen Mäusen die ich so im Saturn durchprobiert hab, merk ichs manchmal in Sekunden dass der Finger zieht.. Irgendwie die Form der Maustaste oder wie flach/lang/kurz die Maus ist, und ob die Tasten eher leicht und mit definierten Druckpunkt klicken oder ob es billige Taster sidn bei denen man bis zum Ende durchdrücken muss fürs Klicken...

Englisch ist in der Tat ein wenig einfacher fürs Programmieren wegen den Klammern, aber nicht viel. Es ist gut wenn man das Englische Layout auch soweit drin hat dass man mal drauf schreiben kann wenn ein Programm das Layout umgestellt hat oder man auf einem anderen Rechner sitzt, aber das hin- und her-wechseln ist finde ich mühsamer, deswegen bleibe ich einfach bei Deutsch ;)
Und was die Klammern beim Programmieren betrifft: was da wirklich hilft ist eine *gute* IDE, ala IntelliJ PyCharm bzw Idea, die einem wirklich unterstützt und sinnvolle Sachen macht. Das spart am meisten Tipparbeit. Mit diesen ganzen "Low-Level" Code Editoren wie Notepad++, Sublime, VIM, ... die halt nur so paar Basics abdecken, oder auch so halbherzigem Murks wie Eclipse, das ist alles ganz nett für gelegentlich und kleine 2-Seiten Programme, aber wenn man nicht grad 10 Jahre damit verbringt den Editor mit eigenen Plugins, Scripten und tonnenweise Custom Shortcuts zu erweitern, kann mir keiner erzählen dass er damit in irgendeiner Form effizienter arbeiten kann (und die Custom Plugins und Scripe funktinioeren dann meist mit der nächsten Major Version nicht mehr oder anders..).
Das setzt halt auch voraus dass man mit einer richtigen Programmiersprache arbeitet, die ein ordentliches statisches Type System und strikte Syntax hat damit die IDE überhaupt funktionieren kann, ala Java, C, C++ (aber auch schon teilweise grenzwertig durch den Präprozessor), oder mit viel zusätzlichem Aufwand für Doxygen-kompatible Code Dokumentation/Annotation halt noch Python oder ein paar andere noch halbwegs strukturierte Scripting-Sprachen.. Bei Javascript und Co, aber Scripting Sprachen generell, hat man einfach verloren, da tippt man einfach unterm Strich langfristig mehr.. einer der (Haupt)Gründe warum ich diese Scripting-Sprachen nicht leiden kann (C# und Visual Studio hab ich schon lang nicht mehr verwendet, ich vermute es liegt aber mittlerweile auf sehr hohem Niveau wie Java + IntelliJ..).

Für LaTeX war ich aber schon nah dran, zu Englisch oder überhaupt ganz was anderem zu wechseln mit custom Bindings ;)

Etwas Abwechslung in der Handhaltung ist aber auch sehr gut.. wenn alles optimiert ist dass man die Hand praktisch gar nicht mehr bewegt, ist das denke ich auch nicht gut.. gelegentlich Fingerakrobatik für geschwungene Klammern oder zur Maus greifen lockert vllt auch auf. Ich verwende aber lieber Shortcuts als mit der Maus zu arbeiten, ist für meine Hand angenehmer (auch da hilft eine gute IDE mit guten Shortcuts Wunder, und IntelliJ zeigt dass man dafür nicht mal ganze Bücher an Shortcuts auswendig lernen muss, 4-5 Shortcuts und gute Menüs+GUI tuns auch).
Und Pro-Tipp: Am Abend zuhause etwas anderes mit den Fingern machen, z.b. Klavier spielen, Teig kneten, Beet umgraben, .. ;)
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Grent
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Beitrag von Grent » Di Apr 03, 2018 3:01 pm

Also ich muss sagen, die Lernkurve ist STEIL !
Das liegt aber viel weniger an den voellig anders liegenden Tasten, als am "nicht versetzten" Layout - das heisst, die Tasten liegen nicht nur nebeneinander, sondern auch direkt ueber und untereinander.
Schwierig ist daher derzeit noch die gesamte Reihe unterhalb der Home-Reihe, insbesondere c, v, m und n. Zusaetzlich sind die Tasten sehr leichtgaengig, wodurch beim leichten daneben greifen u.a. auch wegen der etwas enger beisammen liegenden Tasten) ganz schnell mal gleich zwei Tasten getriggered werden.

Euch geht's vermutlich genau so: Will man Chicken schreiben, verlaesst man fuer jedes 'c' mit dem linken Zeigefinger das 'f' (oder man verbiegt die Finger). Das ist zwar nicht tragisch, aber jedes Verlassen der Home-Tasten ist im Prinzip suboptimal.
Beim unversetzten Layout kann man den linken Mittelfinger ganz leicht vom 'd' zum 'c' bewegen, ohne die Finger zu verbiegen oder sie von den Home-Tasten wegzubewegen.

Generell muss man mit einer Ausnahme alle Finger im Regelfall weniger bewegen. Und das muss man erst mal ins Hirn hineinbringen. Ich springe oft ein wenig zu weit.

Was mich am meisten stoert ist die allerdings dadurch schwieriger erreichbare Taste 'n'. Die ist designtechnisch die (neben 't', aber da merkt man es praktisch nicht) einzige Taste, die schwieriger erreichbar ist.


Aber: allein nach dem Schreiben dieses Textes geht es schon viel besser.
Man muss aber sagen, ich - wie wohl die meisten Programmierer - verwende die Tastatur sehr intensiv, zB um zu markieren oder zu springen (STRG + Cursor, mit oder ohne SHIFT, sowie SHIFT + POS1/ENDE).
Das heisst, gerade diese Kombis und natuerlich auch Copy, Paste, Rueckgaengig oder WIN + E/R usw. werden noch ein hartes Stueck Arbeit.

Aber die Programmierung laueft makellos. Z und Y zB hab ich ratzfatz (direkt am Geraet ohne Software) vertauscht (trotz US Layout). Vielleicht leg ich mir noch ein paar andere Dinge zurecht.
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Beitrag von Grent » Di Apr 03, 2018 3:06 pm

Geil sind natuerlich auch am Geraet programmierbare Makros. Mal sehen, ob ich die einsetze.
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