Mohammed-Karikaturen

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Brett
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Beitrag von Brett » Mi Mai 02, 2012 9:05 am

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Religion ist jetzt nicht einmal so blöd, als wie immer alle sagen.
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Osterhasi
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Beitrag von Osterhasi » Di Mai 08, 2012 4:53 pm

die unmutsverschuldung...
"Es ist ausgesprochen verdrießlich, so etwas Revolutionäres wie Sarkasmus erfunden zu haben und mit ansehen zu müssen, wie es von Amateuren missbraucht wird."

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Brett
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Beitrag von Brett » Mi Jan 07, 2015 7:23 pm

Wie das Satiremagazin Titanic kurzerhand auf den Anschlag in Paris reagiert:

http://cdnmo.coveritlive.com/media/imag ... .34.26.png
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JesuZ
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Beitrag von JesuZ » Mi Jan 07, 2015 7:35 pm

Paris? Anschlag? What the.....
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Grent
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Beitrag von Grent » Do Jan 08, 2015 1:30 pm

"Den Propheten rächen" ...
Cannibal hat geschrieben:Einerseits ist es für mich unverständlich, dass wirklich gläubige Mohammedaner ihren geheiligten Propheten so stark durch einige halblustige Cartoons von ungläubigen Berufskarikaturisten beleidigt sehen. Ist er denn wirklich so verletzlich?

Eigentlich ist in dem Thread ja eh schon alles gesagt.
Außer, dass es keinen mehr wundern sollte, warum es PEGIDA gibt.
Man kann das natürlich nicht verteidigen, sollte es aber auch nicht einfach wegignorieren (Nazi-Spinner). Weil es sind nun mal die Ängste der Bevölkerung.
Natürlich ist es der falsche Weg. Es gibt auch sicher keinen "richtigen" Weg. Aber man könnte mit massiven Aufklärungs-Kampagnen starten, dass jegliche Religion, wo irgendjemand gerächt werden muss, völliger Unsinn ist. Und praktisch jede andere Relgion ziemlicher Unsinn. ;)

Und eins muss man schon sagen: diese "der Islam ist eigentlich total friedlich"-Ausrede zieht bald nicht mehr.
Hier sollte man vermutlich bald trennen zwischen dem "friedlichen Islam" und dem "blutigen Islam". Von mir aus sind es halt zwei verschiedene Religionen.
Aber es ändert nichts daran, dass der "blutige Islam" bereits recht viele, höchstreligiöse Anhänger hat (es erscheint mir, als wären es weltweit wesentlich mehr, als nur ein paar verrückte Extremisten). Demnach eine Religion ist. Eine ziemlich ungute. In der der allmächtige Schöpfer offenbar auf Menschen angewiesen ist, um Ungläubige zu töten und sein verhunztes Abbild zu rächen ... weil sonst ... ja was eigentlich? ... :rolleyes:
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Beitrag von Grent » Do Jan 08, 2015 1:41 pm

Nur: dass (wiedereinmal) ein (diesmal vergessener) Ausweis der Terroristen im Fluchtauto gefunden wurde ...
Immerhin haben sie den Koran sowie eine Pariser Straßenkarte diesmal nicht liegenlassen ...
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Brett
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Beitrag von Brett » Do Jan 08, 2015 2:24 pm

Grent hat geschrieben:Hier sollte man vermutlich bald trennen zwischen dem "friedlichen Islam" und dem "blutigen Islam".
:thumbsu:

Ich möcht betonen, dass man hier immer schon sorgfältig getrennt haben sollte!

Aber allein schon die unzähligen Fußnoten und gegensätzlichen Auslegungen zum Begriff "Djihad" auf der Wikipedia sprechen Bände.

Mein Sitznachbar damals in der HTL, strenggläubiger Muslim, allerdings auch Kriegsflüchtlingskind aus Bosnien ist (besser: war - hab ihn ewig nimmer gesehen) einer, der eine Liste von Länderflaggen islamischer Staaten im Geldbörsel trug.
Aber auch einer, der mir gesagt hat, wie wenig er von der Auslegung des Djihad-Begriffs als einen - zu Deutsch - "Heiligen Krieg" (also mit Schießen und Toten und so ...) hält.
Der Koran habe nach seiner Beschreibung an sich genauso wie die Bibel die Handlungsanweisung drin, dass man "nicht töten soll" - so weit so gut.

Jetzt hab ich grad kurz nachgesehen:
Offenbar nicht in Form von solitären Geboten so wie in der Bibel, aber an mehreren Stellen eingestreut, und offenbar mit Ausnahmeregelungen, wenn man dieser Seite glauben darf: http://derprophet.info/inhalt/toetungsverbot-htm/.

Ich würd mir das gern noch näher anschauen, hab aber grad keine Zeit.
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Beitrag von Grent » Do Jan 08, 2015 4:52 pm

Brett hat geschrieben: Ich möcht betonen, dass man hier immer schon sorgfältig getrennt haben sollte!
Das stimmt zwar, aber man hat "die Bösen" nach meinem Gefühl immer ganz aus der Religion ausgeklammert.
Fakt ist eben, die sind seeeehr religiös, sie legen den Islam nur anders aus.
Daher bleibt es für mich a) eine Religion und b) eine Form des Islam.

Grob gesagt wie Katholiken und Protestanten. Auch, wenn die Unterschiede größer sind - die Gemeinsamkeiten sind allemal da.


Und natürlich ist nicht jedes Verbrechen eines Muslimen religiös motiviert.

Es ist ja auch nicht so, dass zB Fritzl seine Kinder "im Namen Gottes" eingesperrt und missbraucht hat.
Und wenn ein Muslim eine Bank ausraubt, ist es auch kein durch die Religion angestacheltes Verbrechen.
Wenn er seine Frau tötet, weil sie ihm am Orsch geht - kommt in den besten Familien vor. Wenn er sie aber tötet, weil sie "vor Allah Schande über die Familie gebracht hat" ... dann fängt der ganze Blödsinn schon 'klein' an.

Und dann töten sie einfach mal ein dutzend Menschen, damit sie ins Paradies kommen (weil das gefällt dem Propheten natürlich, wenn man seine Feinde umbringt).
Es ist halt so: es ist das gleiche Paradies, in das die friedlichen Muslime auch zu kommen glauben. Das Problem ist also das Paradies !! Und das ist bei beiden Formen des Islam gleich. Diese Lügengeschichte, auch wenn viele sie zum Leben brauchen wie einen Fix, ist das Problem. Auch im Christentum, wenngleich weniger ausgeprägt, wie mir scheint.

Und es ist ein gewaltiges Problem. Denn dadurch führen sich manche in ihrem Leben - viele vernünftige Leute würden sagen "in ihrem einzigen Leben, das sie haben" - völlig behindert auf.
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Beitrag von Grent » Do Jan 08, 2015 5:19 pm

Brett's Link hat geschrieben: &#8222]direkt aus dem Koran[/u]. Er richtet sich gegen alle, die nicht nach den Regeln des Korans leben und handeln, also gegen Demokraten, abendländisch inspirierte Denker und Wissenschaftler, gegen Agnostiker und Atheisten. Und er richtet sich vor allem gegen Frauen.“ Zafer Senocak, türkischer Schriftsteller

Ganz einfaches Beispiel:

Wenn Christen beginnen, alle möglichen Leute zu töten, wie die Bibel es ihnen in zahllosen Passagen empfiehlt bzw. sogar befiehlt ...
Dann haben wir den gleichen Mist, wie im Islam.

Würde man bei diesen Christen dann auch sagen: "Na eigentlich ist das Christentum ja eine ganz friedliche Religion!" ? Hm ... naja, vielleicht schon. Aber die Bibel sagt halt leider sehr oft etwas ganz anderes.
Und genau das zeigt Brett's Link. Es ist die gleiche Situation. Nur, dass Muslime ihr Bücherl ernster nehmen, als Christen ihres.


Lösung: Bibel ist Mist. Koran ist Mist. Wacht auf und überlegt euch etwas Neues. Das kann natürlich alle sinnvollen Teile übernehmen. Aber es sollte für jene Menschen, denen es schwer fällt zu reflektieren, weniger völlig wahnsinnigen Interpretationsspielraum lassen. Wobei "Interpretationsspielraum" ist gut ... das allermeiste ist ja nicht mal Interpretation, sondern steht genau so schwarz auf weiß drinnen ...



Das Tötungsverbot "von ganz oben" im Koran bezieht sich nämlich offenbar nur auf andere gläubige Muslime.
Der Mord an einem Ungläubigen wird anders gerichtet [...] und ist unter bestimmten Voraussetzungen („Heiliger Krieg̶) nicht nur straffrei, sondern wird im Jenseits sogar mit dem direkten Eintritt ins Paradies belohnt.
Da haben wir den Salat.

Koran und Exegese aus dem Tafsir al-Jalalayn legen noch einmal alle die Ausnahmen zum Tötungsverbot fest, die wir schon Eingangs aufgelistet haben:
- Apostasie
- Unzucht (außerehelicher Geschlechtsverkehr und Homosexualität)
- Blutrache
- Verderben stiften auf Erden
- Liquidierung politischer Gegner (Lynchjustiz)
- Die Bestrafung der Heuchler
- Blasphemie
- Kampf gegen Gläubige, die “sich vergehen”
und fügen noch ein weiteres entscheidendes Element hinzu:
- Unglaube


Also, lieber Islam. Die fanatischen Extremisten arbeiten nach DEINEM HEILIGEN BUCH. Es steht alles drin.
Bist du dann nun eine friedliche Religion? EINDEUTIG NEIN!
Sind die allermeisten deiner Anhänger friedlich und vernünftig? ALLAH SEI DANK, JA!

Ergo (offenbar): Die meisten Anhänger sind friedlich. Nicht die Religion. Deshalb darf sie sich auch nicht wundern, dass manche Anhänger eben nicht friedlich sind, und ist absolut selbst schuld.



Irgendwelche jahrhunderte-alte Bücher über visionäre Zauberer todernst nehmen ... Leute, Leute ... :hammer:
Langsam wird's echt Zeit.
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Beitrag von Grent » Do Jan 08, 2015 6:57 pm

orf.at hat geschrieben: &#8222] Theo van Gogh 2004 auf Amsterdams Straßen für das Produzieren eines Films schlachtete. Die Massenvergewaltigung und Gemetzel in die Städte und Wüsten von Syrien und dem Irak brachte. Die 132 Kinder und 13 Erwachsene letzten Monat in einer Schule in Peshawar massakrierte. Die regelmäßig so viele Nigerianer tötet, vor allem junge, dass kaum jemand Notiz davon nimmt.

Weil diese Ideologie das Produkt einer großen Weltreligion ist, wird auf vielfache Weise versucht zu erklären, was die Gewalt mit dem Islam zu tun hat - oder nicht. Einige gutmeinende Menschen bewegen sich auf Zehenspitzen rund um die Verbindung zum Islam und behaupten, dass das Hinschlachten nichts mit dem Glauben zu tun hat oder dass der Islam eine friedliche Religion sei oder dass die Gewalt höchstens eine „Verzerrung“ der großartigen Religion sei. Andere wollen die Schuld allein der islamischen Theologie in die Schuhe schieben, als ob andere Religionen grundsätzlich friedlicher wären - eine Behauptung, die die Geschichte und die Schriften Lügen strafen.

Eine Religion besteht nicht nur aus einer Sammlung von Texten, sondern aus den lebendigen Überzeugungen und Praktiken ihrer Anhänger. Zum Islam gehört heute auch eine substanzielle Minderheit, die ein derzeit einzigartiges Ausmaß an Gewalt im Umsetzen ihrer Überzeugungen billigt, wenn nicht gar selbst ausübt.

„Charlie Hebdo“ war in seiner Satire nicht konfessionsgebunden und machte auch vor den Empfindlichkeiten von Juden und Christen nicht halt - aber nur Muslime reagierten mit Drohungen und Terrorakten. Für einige Gläubige dient die Gewalt dem Willen zur absoluten Macht im Namen Gottes. Das ist eine Art von Totalitarismus, die Islamismus genannt wird - Politik als Religion, Religion als Politik.
:thumbsu:
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