Präs.-Wahlen USA 08

Politische Diskussionen finden hier statt.

Die Präsidentschaftswahlen gewinnt

Romney
0
Keine Stimmen
Clinton
6
33%
Obama
9
50%
Edwards
1
6%
Thompson
0
Keine Stimmen
McCain
1
6%
Huckabee
0
Keine Stimmen
Giuliani
1
6%
 
Abstimmungen insgesamt: 18

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Brett
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Beitrag von Brett » Fr Jun 27, 2008 3:43 am

florianklachl hat geschrieben:das sind die evangelikalen Fundamentalisten, die das so sehen, die kann man glaub ich auch nicht immer durchschauen.
Möglich, aber sicher nicht nur die. Es passt einfach sehr viel überhaupt nicht zusammen, ich denk da kommt man auch als "Neutraler" (oder gar Katholike :lipsrseal ) drauf.

So glaube ich auch nicht, dass es für dich vereinbar wäre, ...
  • einerseits als Katholike der christlichen Lehre zu folgen und
  • andererseits Rache in Form von Tötung an andren Menschen zu verüben.
aber nur im Alten Testament
Gehört es nicht zu Gotts Features, unfehlbar zu sein? Oder war er da mal schlecht drauf, und man musste zur Abwechslung ihm verzeihen und gütig sein anstatt umgekehrt, wie mans gewohnt ist?

@Grent: Was war für dich nochmal der Unterschied zwischen Mord und Tötung?
Was ist hier so empathisch nett?
Verflucht noch eins, es ist der Brett.

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Grent
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Beitrag von Grent » Fr Jun 27, 2008 9:05 am

Brett hat geschrieben: @Grent: Was war für dich nochmal der Unterschied zwischen Mord und Tötung?

Mord = geplant; Tötung = passiert
Religion is like a penis.

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wiesl
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Beitrag von wiesl » Fr Jun 27, 2008 10:44 am

Der Gesetzgeber hat eine sehr interessante und passende Formulierung für einen Milderungsgrund gefunden:
"Aus einer allgemein begreiflichen heftigen Gemütsbewegung".
Es gibt übrigens 4-5 Unterscheidungen beim Mord, mit weiteren Untergruppen.
  1. Mord = Wer einen anderen tötet.
  2. Totschlag = Wer sich in einer allgemein begreiflichen heftigen Gemütsbewegung dazu hinreißen läßt, einen anderen zu töten.
  3. Tötung auf Verlangen = Wer einen anderen auf dessen ernstliches und eindringliches Verlangen tötet.
  4. Mitwirkung am Selbstmord = Wer einen anderen dazu verleitet, sich selbst zu töten, oder ihm dazu Hilfe leistet.
  5. Fahrlässige Tötung = Wer fahrlässig den Tod eines anderen herbeiführt.

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Grent
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Beitrag von Grent » Fr Jun 27, 2008 12:00 pm

@Brett: Sorry, ich hab Tötung und Totschlag verwechselt. ;)
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Chicken
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Beitrag von Chicken » Fr Jun 27, 2008 12:45 pm

florianklachl hat geschrieben:sollte man nicht die Schwere eines Verbrechens danach bewerten, wieviel Schaden angerichtet wird, und nicht, wieviel Überwindung es kostet, es zu begehen??
Schon, aber ist der Schaden bei Mord wirklich größer als bei Kinderschändung? Das Kind hat mMn mit einem lebenslangen Trauma zu kämpfen. In gewisser Weise ist auch das Leben des Kindes, so wie es sein sollte (könnte), vorbei!
:banana:

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florianklachl
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Beitrag von florianklachl » Fr Jun 27, 2008 4:36 pm

Schon, aber ist der Schaden bei Mord wirklich größer als bei Kinderschändung?
naja, findest du es besser, die Natascha Kampusch zB wäre tot??


Ich finde es schlimm, dass soviele Leute inzwischen glauben, sie sind lieb zu Menschen, die es schwer haben (zB alleingelassene alte Menschen, Schwerbehinderte, Traumatisierte, ungewollte Kinder etc.), indem sie sie umbringen bzw. umbringen lassen (politisch korrekt, "indem sie ihrem Leiden ein Ende setzen"), anstatt sich anständig um sie zu kümmern, damit sie eben nicht leiden.


So glaube ich auch nicht, dass es für dich vereinbar wäre, ...
  • einerseits als Katholike der christlichen Lehre zu folgen und
  • andererseits Rache in Form von Tötung an andren Menschen zu verüben.
So ist es. Rachsucht ist glaub ich sogar eine der Sieben Todsünden! ;)

Gehört es nicht zu Gotts Features, unfehlbar zu sein? Oder war er da mal schlecht drauf, und man musste zur Abwechslung ihm verzeihen und gütig sein anstatt umgekehrt, wie mans gewohnt ist?
Ich hab gar nicht gewusst, dass du die Bibeltexte so wortwörtlich nimmst! Das steht im Katechismus zum Alten Testament:

Um die Aussageabsicht der Schriftautoren zu erfassen, sind die Verhältnisse ihrer Zeit und ihrer Kultur, die zu der betreffenden Zeit üblichen literarischen Gattungen und die damals geläufigen Denk-, Sprech- und Erzählformen zu berücksichtigen. Denn die Wahrheit wird in Texten, die auf verschiedene Weise geschichtlich, prophetisch oder poetisch sind, oder in anderen Redegattungen jeweils anders dargelegt und ausgedrückt.

[..]

Das Alte Testament ist ein unaufgebbarer Teil der Heiligen Schrift. Seine Bücher sind von Gott inspiriert und behalten einen dauernden Wert.

[..]

Obgleich die Bücher des Alten Testamentes "auch Unvollkommenes und Zeitbedingtes enthalten", zeugen sie dennoch von der Erziehungskunst der heilschaffenden Liebe Gottes: Sie enthalten "erhabene Lehren über Gott, heilbringende Weisheit über das Leben des Menschen und wunderbare Gebetsschätze"; in ihnen ist "schließlich das Geheimnis unseres Heils verborgen."

kurz: von Gott inspiriert, aber nicht von ihm geschrieben.
http://www.proreligion.at/

Sei immer du selbst. Außer du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn!

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Cannibal
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Beitrag von Cannibal » So Jun 29, 2008 3:17 pm

ad Todesstrafe: Ganz schwer dagegen. Schon alleine aus dem Grund, dass ein Justizfehler in so einem Fall absolut irreversibel ist und nie ausgeschloßen werden kann.

Die von Alekto erwähnten höheren Kosten einer life sentence: stimmt so nicht, Todesstrafe ist weitaus teurer, weil in dem Prozess meist eine endlose (...) bürokratische und juristische Maschinerie von Seiten des Delinquenten als auch des Staates im Hintergrund ablaufen. Abgesehen davon ist der Modus operandi ( ;) ) extrem umstritten, was zum Beispiel die eingesetzten Wirkstoffe (de facto wird in den USA heute nur noch lethal injection als Methode verwendet), die Qualifikation des Personals, die Feststellung des Todes etc. angeht. Davon konnte man ja aber ohnehin in letzter Zeit einiges in den Medien lesen (death penalty moratorium).

Sehr zu empfehlen, wen es interessiert, das Buch "Warden" von Jim Willett, dem ehemaligen Gefängnisdirektor von Huntsville, Texas, der Stadt, in der heute sämtliche Exekutionen Texas' durchgeführt werden. Auch sehr interessant: ein Radiobeitrag: Witness to an exectuon (http://www.soundportraits.org/on-air/wi ... execution/ ): Es kommen eben genannter Jim Willett und diverse Medienvertreter, Geistliche und Gefängnisaufseher (unter anderem Mitglieder des sog. strap down-teams, welches die Todgeweihten an die Bahre schnallt) zu Wort und schildern ihre Erfahrungen, vorallem wie eine Exekuton wirklich abläuft. Weiters: Auf der Homepage des Texas Department of Criminal Justice kann man sich sämtliche Bestimmungen im Zusammenhang mit der Todesstrafe durchsehen. Unter anderem, sehr makaber, die "scheduled executions" und die letzten Worte der Hingerichteten.
http://www.tdcj.state.tx.us/stat/deathrow.htm



ad Obama: Für mich sehr enttäuschend, aber die poitischen Spielregeln der USA erlauben es leider nicht anders, und da er ganz dringend bei konservativen und "working class"-Wählern punkten muss, war es nicht anders zu erwarten. Trotzdem enorm schade. Was ich für ein wirklich dummes Argument für die Todesstrafe halte, ist der erhoffte abschreckende Effekt, die Statisitk spricht eindeutig dagegen. Und im Zusammenhang mit Kinderschändung würde das folglich nur bedeuten, dass zukünftig auch jedes vergewaltigte Kind vom Täter umgebracht wird, um nur ja kein Risiko einzugehen, gefaßt zu werden, die Konsequenz ist dieselbe.

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Brett
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Beitrag von Brett » So Jun 29, 2008 3:32 pm

Cannibal hat geschrieben:die poitischen Spielregeln der USA erlauben es leider nicht anders, und da er ganz dringend bei konservativen und "working class"-Wählern punkten muss, war es nicht anders zu erwarten.
Könnte mir aber durchaus vorstellen, dass er - wenn erst einmal Präsident - es sich dann vllt. anders überlegt. Hats ja schon öfters gegeben, dass sich mit dem Zeitpunkt der Stimmenauszählung so manche Politiker-"Entschlossenheit"(*) in "Wankelmütigkeit"(*) aufgelöst hat.

Ich krieg nur ein paar Details mit, aber hab das Gefühl, dass Obama('s Councellors) bei seinen Positionsbezügen besonders viel Fingerspitzengefühl einsetzt. Allein, wie er diesen Mentor ad acta gelegt hat ;-)

(*) Im öffentlichen Antlitz von Politikern gibts ja beides nicht in Reinform, sag ich einmal ...
Was ist hier so empathisch nett?
Verflucht noch eins, es ist der Brett.

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Cannibal
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Beitrag von Cannibal » Sa Sep 13, 2008 5:52 pm

http://www.factcheck.org

Gute, politisch unabhängige Seite, die mit Gerüchten und Mythen im Präsidentschaftswahlkampf aufräumt. Sehr hilfreich im US-Mediendschungel!

Btw.: Die orf-Berichtserstattung über den US-Präsidentchaftswahlkampf ist meiner Meinung sehr verkürzt, wenn man sich dafür interessiert, ist klarerweise auf jeden Fall eine amerikanische Seite zu bevorzugen. (aber s.o. ;) )

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Osterhasi
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Wohnort: Klosterneuburg

Beitrag von Osterhasi » Do Okt 09, 2008 10:38 am

A teacher in
Elmira , New York ,
who is a McCain supporter, asked her 4th grade class,
'How many of you are
McCain fans?' Not really knowing what a McCain fan
is, but wanting to be
liked by the teacher, all the kids raised their hands,
except for Little Johnny
Cohen.

The teacher asked Little Johnny why he has decided to be
different. Little
Johnny said, 'Because I'm not a McCain fan.'
The teacher asked, 'Why aren't
you a McCain fan?' Johnny said, 'Because I'm
a Democrat.'

The teacher asked him why he's a Democrat. Little
Johnny answered, 'Well, my
Mom's a Democrat and my Dad's a Democrat, so
I'm a Democrat.'

Annoyed by this answer, the teacher asked, 'If your
mom was a moron and your
dad was an idiot, what would that make you?' With a
big smile, Little Johnny
replied, 'That would make me a McCain fan.
"Es ist ausgesprochen verdrießlich, so etwas Revolutionäres wie Sarkasmus erfunden zu haben und mit ansehen zu müssen, wie es von Amateuren missbraucht wird."

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