Meteorologie u. Klimatologie

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mastastefant
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Beitrag von mastastefant » Do Nov 26, 2015 5:18 am

Erster Schnee!! Morgen Schneeballschlacht!
I find your lack of platform support disturbing.

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Brett
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Beitrag von Brett » Do Nov 26, 2015 6:09 am

Ja, ur geil. Der erste Schnee hat sich bei mir dadurch bemerkbar gemacht, dass es oberhalb vom Dachflächenfenster reintropft. :^/
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Grent
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Beitrag von Grent » Do Nov 26, 2015 1:32 pm

masta_stefant hat geschrieben:Erster Schnee!! Morgen Schneeballschlacht!

Und danach Waldabfahrt beim Brett. Zielsprung durchs Dachflächenfenster.
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florianklachl
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Beitrag von florianklachl » Do Jan 26, 2017 10:31 pm

Zur Erinnerung an den bisher kältesten Tag des Jahres, an dem im Gebirge sogar der Bandbereich der Farbskala nach unten durchbrochen wurde (mit sogar beinahe -30 Grad am Brunnenkogel), was heutzutage ja nicht mehr allzu oft vorkommt, anbei eine Kopie des Temperaturprofils vom 6.1. um 9:00:
[ATTACH]6132[/ATTACH]
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060116.GIF
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florianklachl
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Beitrag von florianklachl » Do Feb 02, 2017 12:47 am

Laut wetter.at steht in Kierling nach einer voruebergehenden Zwischentauphase fuer die kommende Woche schon die naechste Kaeltewelle bevor mit prognostizierten -16 Grad am 9.2.: :eek:
Februar_Kaeltewelle.PNG
http://www.wetter.at/wetter/oesterreich ... ose/9-tage
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florianklachl
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Beitrag von florianklachl » Do Apr 20, 2017 11:05 pm

Heute Nacht koennten laut Hoher Warte in Westoesterreich Minustemperaturrekordwerte fuer die zweite Aprilhaelfte in einigen bewohnten Gegenden erzielt werden.
Die Bedingungen sind in der Tat sehr guenstig. In Tannheim etwa war der Himmel untertags noch einigermaszen bewoelkt und die bodennahe Luft war gegen die Sonneneinstrahlung gut geschuetzt, die Temperatur is ueber 0 Grad nicht hinausgekommen. Kaum ist die Sonne untergegangen, haben sich die Wolken zurueckgezogen und der Himmel ist jetzt sternklar. Noch dazu ist der Boden schneebedeckt, da kann die Waerme besonders gut in den Weltraum abstrahlen, weil sie vom Schnee gut reflektiert wird. Schlieszlich ist es auch noch fast windstill mit Windspitzen von nicht einmal 5 km/h. Bessere Bedingungen gibt es nicht fuer einen radikalen Temperaturrueckgang bis zum Morgen bis in den tiefwinterlichen Forstbereich hinein. Bereits um 22h ist die Temperatur auf unter -5 Grad gesackt, d.h. da gehen sich unter Umstaenden bis zur Frueh geschaetzt noch -13 bis -15 Grad aus! :eek:

Falls jemand die Temperaturentwicklung in Tannheim live mitverfolgen will, hier der passende Link dazu: http://wetter.orf.at/tirol/tannheim/#tag

Auflistung der Tagestiefsttemperaturen in Oesterreich im bewohnten Gebiet: http://wetter.orf.at/oes/extremwerte#temperatur-min
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Beitrag von florianklachl » Mi Jul 26, 2017 1:55 am

Hab ich mir grad gedacht, könnte man nicht eigentlich den globalen Temperaturanstieg abschwächen, indem man den Effekt von Vulkanausbrüchen nachahmt und reflektierende Schwebstoffe in der Atmosphäre ausbringt. Lässt man eine Antonov mehrmals pro Tag Schutt in der Stratosphäre abladen, könnte man damit in einem Jahr grob gerechnet schon wesentlich mehr Material in die höheren Luftschichten bringen als der Eyjafjallajökull vor ein paar Jahren. Technisch wär das also durchaus machbar und auch gar nicht teuer. Die Effizienz könnte man sicher steigern, indem man nach Stoffen sucht, die besonders gut die Sonnenstrahlung reflektieren. Dass die Methode an sich funktioniert, die Temperatur beeinflusst werden kann und auch keine langfristigen unerwünschten Nebenwirkungen etwa auf das Ozonloch zu erwarten sind, ist durch Vulkanausbrüche der jüngeren Zeit hinreichend belegt (wir leben immer noch).

Tatsächlich gibt es bereits Studien, die in diese Richtung gehen, siehe etwa folgenden Artikel (Hauptautor ist übrigens niemand Geringerer als Pope Francis höchstpersönlich. :eek: )!
http://www.nature.com/nclimate/journal/ ... e1528.html

Die Methode, die Sonneneinstrahlung mit Schwebstoffen gezielt abzuschwächen, nennt sich "Aerosol induced Solar Radiation Management (SRM)":
http://www.geoengineering.ox.ac.uk/what ... gineering/

Die relativ geringe globale Temperaturzunahme zwischen den 60er und 90er Jahren wird interessanterweise auch auf dieses Prinzip, konkret intensivierte, damals aber noch schmutzigere Verbrennungsmethoden in der Industrie, die zu vermehrter Schwebstoffanreicherung in der Stratosphäre geführt haben, zurückgeführt.

Fraglich ist, wieso in diesem Bereich nicht viel intensivere Forschungsanstrengungen unternommen werden. Klar, die bessere Lösung zur Milderung des Klimawandels ist die Reduktion von CO2-Emissionen, i.e. Ursachenbekämpfung. Nachdem die Unsicherheit, wie hoch der Temperaturanstieg bei weiterer Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre tatsächlich ausfallen wird, wegen diverser Unwägbarkeiten (Nettoeffekt verstärkter Wolkenbildung auf den Wärmehaushalt, allfällige nennenswerte Methanausdünstung in aufgetauten Permafrostböden etc.) ausgesprochen hoch ist, wäre es aber vorteilhaft, Gegenmaßnahmen parat zu haben, falls das Worst Case Szenario einer Erderwärmung von deutlich mehr als nur zwei Grad eintritt. Dafür wäre es aber notwendig, jetzt schon in Forschung und Entwicklung zu investieren, da die nötigen Vorlaufzeiten bis zur Einsatzreife von SRM sicherlich viele Jahre betragen.
Ein erstes Experiment in größerem Maßstab namens SPICE ist anscheinend aufgrund von Bedenken von Umweltschutzorganisationen (!) abgedreht worden. Man möchte verhindern, dass der Druck auf die Politik, zu versuchen, den CO2-Ausstoß zu verringern, nachlässt:

"The existence of such techniques may reduce the political and social impetus to reduce carbon emissions." (Guardian)

Darüber hinaus wird darauf verwiesen, dass mit SRM zwar ein Temperaturanstieg, aber nicht die Übersäuerung der Weltmeere verhindert werden kann. Das ist zwar richtig, eine Teillösung als Plan B ist aber imho immer noch besser als gar kein Plan B. Außerdem sind die Folgen einer alleinigen Übersäuerung ohne Kombination mit einer Erwärmung und einhergehender Abnahme der Sauerstoffkonzentration der Ozeane vergleichsweise gering. Die Korallenriffe werden wahrscheinlich nicht überleben, aber für diese schaut es längerfristig so oder so nicht gut aus. Lokale Maßnahmen gegen die Übersäuerung könnten hier angeblich greifen, doch das ist wieder eine andere Geschichte (angeblich relativ kostspielig und ebenfalls noch kaum erforscht).
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Beitrag von florianklachl » Mi Aug 09, 2017 9:37 pm

Heute am Abend hat am Sonnblick laut Angaben der Hohen Warte eine schier unglaublich rasante Schneeschmelze stattgefunden:
Waehrend auf dem Berg um 18:00 noch stolze 228 cm Schnee gelegen sind, ist die Schneehoehe um 21:00, also innerhalb von nur drei Stunden !!, auf nur noch 16 cm geschrumpft, dabei war die Temperatur mit rund sechs Grad zwar im positiven Bereich, fuer sommerliche Verhaeltnisse aber nicht auszergewoehnlich hoch. :eek:

Screenshot der Seite http://wetter.orf.at/salzburg/sonnblick/#woche von ~19:00:
wetterorfat.PNG
Screenshot um ~22:00:
wetterorfat_update.PNG
Wenn das nicht ein Zeichen fuer einen immer rascheren Klimawandel ist?
Oder aber es ist blosz ein Zeichen dafuer, wie sehr die Hoehenluft dort oben die Qualitaet der Messdatenerhebung zu beeintraechtigen scheint. :o
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Brett
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Beitrag von Brett » Mo Sep 11, 2017 8:38 am

Sheriff Pasco aus Florida empfiehlt, nicht auf Hurrikans zu schießen.
Dazu wurde sogar ein Schaubild erstellt, um zu zeigen, dass die Kugeln möglicherweise zurückkommen könnten:
https://twitter.com/PascoSheriff/status ... 3868469249
65c87c0c3df4d7a5be1a09315174a900.jpg
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Re: Meteorologie u. Klimatologie

Beitrag von florianklachl » Di Sep 04, 2018 9:59 pm

Fuer besonders unterhaltsame und dennoch fundierte synoptische Uebersichten zur mittelfristigen Wetterentwicklung in Mitteleuropa zeichnet sich Diplommeteorologe J3ns Hoffmann aus, zu lesen auf der Seite https://14-tage-wettervorhersage.de/wet ... etterlage/ .

Heute hat Herr Hoffmann in seiner Uebersicht wieder ein paar besonders nette Formulierungen einflieszen lassen: :thumbsu:
Hoffmann hat geschrieben:Gleichzeitig eiert ein weiteres Höhentief von der Irminger See an Island vorbei in Richtung Südosten, [..]

Nicht nur in der Höhe gibt sich die Strömung extrem luschig, in Bodennähe scheint sie noch lustloser zu agieren. So befindet sich Deutschland auch heute mittemang in einem barischen Sumpf, lediglich im Norden ist - auf der Südflanke einer vom mittleren Nordatlantik über Skandinavien bis nach Westrussland reichenden Hochdruckzone - ein Ansatz von Gradient zu erkennen.

Immerhin konnte in der Anneliese von heute, 06 UTC eine bogenförmig von Tschechien bis zur Nordsee reichende Hauptkonvergenz analysiert werden, [..]

Grundsätzlich haben die externen Modelle keine großen Einwände gegen die von ICON oben beschriebene Entwicklung. [..] Auffallend ist allerdings die Passivität von COSMO-D2 in Bezug auf die heutigen Schauer und Gewitter, was mit einem gewissen Argwohn beäugt werden sollte.

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