Beim Tauchen krepieren.

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Grent
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Beim Tauchen krepieren.

Beitrag von Grent » Mo Mär 28, 2005 9:42 pm

http://oesterreich.orf.at/oesterreich.o ... &id=373357

Das macht mir Angst. :eek:
der atemreflex wird durch hohe co2-konzentration ausgeloest, nicht durch sauerstoffmangel.

Interessant. Wusst ich nicht.
Auch nicht, dass das Verhältnis o2 und co2 stimmen muss.

Apropos: Hyperventiliert man nicht recht schnell in einer Sauerstoffbar?
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Cannibal
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Beitrag von Cannibal » Mo Mär 28, 2005 9:47 pm

Hyperventilieren heißt nur, dass du wissentlich oder unwissentlich verstärkt atmest.

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Cannibal
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Beitrag von Cannibal » Mo Mär 28, 2005 9:49 pm

Also der Typ muss das schon sehr stark übertrieben haben. Beim "normalen" Tauchen kann das glaub ich nicht so leicht passieren.
Edit: Zum Atemrefles: ein hoher Gehalt an H+ Ionen und ein hoher CO2 Druck stellen den Hauptatemantrieb dar, das Atemzentrum liegt übrigens im verlängerten Rückenmark bzw. Hirnstamm.

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Grent
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Beitrag von Grent » Mo Mär 28, 2005 9:57 pm

Aso - ich dachte, "Hyperventilieren" wäre die Folge (Blackout durch zu viel o2), nicht die Ursache.

Wahrscheinlich hattas schon arg übertrieben. Aber wenn ich tauch, merk ich, wie extrem breit das "Limit" ist. Der eine taucht dann eben schon zu Beginn auf, der andere erst, wenn schon der Atemreflex merkbar einsetzt. Aber ich denk mir immer, es geht noch mehr, wenn man sich überwindet.

Der hat sich wohl überwunden.
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Cannibal
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Beitrag von Cannibal » Mo Mär 28, 2005 10:15 pm

Also, ich weiß nicht. Das letzte mal als ich "tauchen" war, war das in Griechenland, an einer Felseninsel. Das war sehr genial, denn da war eine Art Unterwasser-Tunnel im Felsen , sicher 20 Meter lang, aber der Eingang dazu befand sich ca. 7 Meter unter der Meeresoberfläche. Das war (natürlich mit Flossen) schon ziemlich arg, aber Wahnsinn, weil irgendwie ein ganz schöner Nervenkitzel dabei war. Aber da hab ich wiedermal gemerkt, wie das ist, wenn die Luft ausgeht. Ich verspüre dann auch imer so eine Art Harndrang. Aber da weiter zu machen kann ich mir nicht vorstellen, wenn die Möglichkeit gegeben ist, aufzutauchen.

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version4x
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Beitrag von version4x » Mo Mär 28, 2005 10:21 pm

ORF hat geschrieben:Er bereitete sich vor und versuchte, den Atem immer länger anzuhalten, während er abtauchte. Bei einem dieser Versuche verlor er das Bewusstsein und trieb auf dem Beckenboden.
wahrscheinlich kann man dadurch cognitiv den reflex reduzieren bzw. bis zu eineme gewissen grad verdrängen.

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Brett
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Beitrag von Brett » So Apr 10, 2005 10:43 pm

Naja, vielleicht hat ja speziell mit dem einen Patienten irgendwas von vornherein nicht gepaßt, atmungsmäßig. Was ist eigentlich ein Lungenödem? Ein Flügel? Etwa die Apnoe-Taucher (Weiß schon, die trainieren das...) lassen sich ja auch runter bis zur halberten Bewußtlosigkeit und gerade noch zulässigen Organkompression, wieso gehen die dann nicht alle ein (okay, ein paar davon tuns eh...)?

Und ist es nicht so, daß bei vollst. funkt. und nicht lebensmüdem Organismus sich der Lebenserhaltungszwang einschaltet und automatisch den Kerl wieder atmen läßt? Ist das nicht ähnlich wie zum Beispiel das Fuß an das Ende einer Klippe setzen. irgendwann weiß man, daß die Standsicherheit nicht mehr ausreicht und geht einfach nicht weiter? Will meinen, müßte zum Zweck des Verendens unter Wasser sich nicht das Verlangen nach besonders großer Reichweite (schüler) über den Selbsterhaltungstrieb stellen? Is ja org!

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